Magazin der Metropolregion Hamburg

Peter Wippermann: »In kritischer Findungsphase«

Für den renommierten Vordenker, Spurensucher und Trendforscher Professor Peter Wippermann ist jede Region nur so erfolgreich wie ihre Kommunikation und die Umsetzung gemein formulierter Ziele.

 

MM: Herr Wippermann, als Gastgeber laden Sie bereits zum 15. Mal zum Trendtag Hamburg ein. Was wollen Sie mit ihm ereichen?

 

Peter Wippermann: Der Trendtag ist der Versuch, einmal im Jahr große Veränderungen in der Gesellschaft zu benennen, sie zu analysieren und international darüber zu diskutieren. Oft sind die Veränderungen für alle längst spürbar. Doch gilt es, dem Kind eine Namen zu geben, damit man es rufen kann. Findet man einen Begriff und kann sich darauf einigen, kann man darüber streiten. Man kann sagen, dass man ihn nutzen, verhindern, oder dieses Phänomen verändern möchte.

 

MM: Welche große gesellschaftliche Veränderung stehen an?

 

Peter Wippermann: Vor allem als Privatperson orientieren wir uns nicht mehr nur an Institutionen oder Traditionen, sondern an dynamischen Veränderungen, an Trends, und Aktualisierungen. Die klassischen Sender wie Print, TV, Rundfunk werden durch neue ergänzt. Unsere Freunde zum Beispiel agieren als Sender. Das ist möglich, weil wir uns in einer Umgebung befinden, die technisch früher nicht möglich war. Dank Web 2.0 stehen wir permanent in Verbindung mit Leuten, die wir wichtig finden. Einige organisieren ihr gesamtes soziales Leben über interaktive Plattformen.

 

MM: Daher das Motto des 15. Trendtags Flow Control?

 

Peter Wippermann: Ja, man muss mehr als je zuvor darauf achten, im Flow zu bleiben. Dieser Fluss von Informationen ist viel größer, tiefer, schneller als wir überhaupt verarbeiten können. Was uns Grenzen aufzeigt, ist der 24 Stunden Filter. Wir müssen schlafen, wir interessieren uns vielleicht einige Stunden nicht für die Medienarbeit – also müssen wir uns darum kümmern, nicht viele, sondern die entscheidenden Informationen zu bekommen. Das nennen wir »Flow Control«. Eine Kontrolle, die niemand anders für uns macht. Daher ist sie das Thema des Hamburger Trendtages am 15. September.

 

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